Praxis für Physiotherapie und Osteopathie
Christina Knipp
Hermannstr. 40
56564 Neuwied

Telefon: (02631) 95 34 54
Fax: (02631) 95 34 55
E-Mail: k-physio-osteopathie@web.de


Schreiben Sie uns!



Alle Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden.


Captcha - nicht lesbar? Klicken Sie auf das Bild
Captcha - grafischer Zugangscode

Termine nach Vereinbarung

News

Versorgungslücken in der Logopädie mit KI schließen

Im Rahmen des Verbundprojekts HUMAINE (human centered AI network) forschen verschiedene Partner*innen aus den Bereichen Arbeitswissenschaft, Wirtschaftspsychologie, Therapiewissenschaft, IT sowie der Versorgungsforschung und den Implementierungswissenschaften zusammen. Sie arbeiten an Wegen einer humanzentrierten Implementierung von KI-Lösungen in die Arbeitswelt. Dabei ist ein Forschungsfeld unter anderem die Logopädie. Aus der aktuellen Studienlage zu KI in der Logopädie geht hervor, dass smarte Technologien Potenziale für die Versorgungssituation in der Logopädie haben und die Akzeptanz gegenüber smarter Therapie mindestens seit der Corona-Pandemie zunimmt.

„Die Logopädie steht vor großen Herausforderungen“, sagt Prof. Dr. Kerstin Bilda von der Hochschule für Gesundheit (HS Gesundheit) in Bochum. „Auf der einen Seite bringt unter anderem der demographische Wandel zunehmend neurologische Sprach- und Sprechstörungen mit hohem Therapiebedarf in die stationäre und ambulante Praxis. Auf der anderen Seite steht der Fachkräftemangel, welcher eine flächendeckende hochfrequente logopädische Versorgung erschwert. Smarte Technologien wie Apps, KI und Teletherapie-Tools entstehen zwar, finden aber meist nicht den Weg in die Routinepraxis.“

Oft scheitert die Integration smarter Technologien an der Implementierungsstrategie. Bisher stand meist die Technik im Fokus des digitalen Wandels von Arbeitswelten. HUMAINE mit seinem humanzentrierten Fokus rückt hingegen die Bedarfe und Herausforderungen der Menschen, die mit der Technik arbeiten, in den Mittelpunkt der Betrachtung. So soll auch verhindert werden, dass die Innovationen – wie bislang meist – im Forschungskontext bleiben und nicht den Weg in die Praxis finden. Warum das so ist und wie eine humanzentrierte Implementierungsstrategie für die Logopädie aussehen kann, damit beschäftigt sich das Forschungsteam rund um Kerstin Bilda als Partner des HUMAINE-Konsortiums.

Seit April 2021 beschäftigt sich das Forschungsteam der HS Gesundheit schon gemeinsam mit HUMAINE mit Bedarfen der logopädischen Berufsgruppe, die eine nachhaltige Implementierung von smarten Tools in die Alltagspraxis ermöglichen. Mit Partner*innen des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) führten sie zum Beispiel eine sozio-technische Workflow-Analyse durch, die einen direkten Blick in die logopädische Praxis warf und Prozesse identifizierte, die durch smarte Technik entlastet werden können. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie (AOW) beschrieben die Wissenschaftler*innen zudem identitätsstiftende Tätigkeiten der Logopädie, die es bei der Implementierung von KI zu berücksichtigen gilt. Diese Vorarbeiten, Strategien und weitere Ergebnisse mündeten in eine einjährige Machbarkeitsstudie, in der erstmalig in Deutschland ein KI-basiertes Tool in ein stationäres, logopädisches Setting integriert wurde.

In Kooperation mit der neurologischen Parkinson-Spezialstation des St. Josef-Hospitals, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität in Bochum, unter der Leitung des Sektionsleiters Parkinson-Erkrankungen und andere Bewegungsstörungen Prof. Dr. Lars Tönges sowie des wissenschaftlichen Mitarbeiters Dr. Raphael Scherbaum gelang die Durchführung in einem realen Klinikumfeld. Vier Logopäd*innen der Spezialabteilung Parkinson und das Studienteam der HS Gesundheit arbeiteten eng zusammen bei der Integration des KI-basierten Assistenzsystems ISi-Speech speziell für Parkinson-Patient*innen.

Die App ISi-Speech „Sprechen“ von der Firma Speech Care stellt mit 2.600 evidenzbasierten Best-Clinical-Übungen ein Werkzeug bereit, mit dem Patient*innen bereits während des Klinikaufenthaltes und im Eigentraining zu Hause an ihrer Sprechleistung arbeiten konnten. Insgesamt vier Wochen nutzten die teilnehmenden Patient*innen die Technik und erzielten im Schnitt 3,78 Übungseinheiten à 20 Minuten pro Woche zusätzlich zur logopädischen Präsenztherapie. Die S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie empfiehlt vier Therapieeinheiten pro Woche für einen signifikanten Therapieerfolg. Besonders die Schließung von Versorgungslücken und die hohe Akzeptanz auf Seiten der Patient*innen und Therapeut*innen waren Kernergebnisse der Studie. Ebenso konnten Fragen zu Kompetenzbedarfen der Logopäd*innen und Implementierungsstrategien beantwortetet werden.

Abschlussveranstaltung im St. Josef-Hospital Die Studie begann im November 2022 und endete im November 2023. Nach Auswertung aller Daten fand dazu nun eine Abschlussveranstaltung im St. Josef-Hospital statt. Kerstin Bilda rahmte das Programm mit einem Grußwort und einem Ausblick. Lars Tönges berichtete in einem Kurzvortrag über spannende Forschungsarbeiten zu smarten Technologie-Lösungen aus seinem Fachbereich. „Ich hätte nicht gedacht, dass der Wert des Tools für viele Parkinson Patienten so hoch sein würde“, sagte er. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Anika Thurmann (HS Gesundheit) berichtete im Hauptvortrag über die Fragestellungen zum Einsatz, zur Nutzung und zur Akzeptanz von KI-basierter Technologie in der Therapie von Patient*innen mit Morbus Parkinson. Auch Veränderungen der logopädischen Berufsidentität durch den Einsatz von KI wurden aufgezeigt und diskutiert. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten der Ergebnissicherung und Verstetigung vorgestellt.

„Die Machbarkeitsstudie ISi-Speech PKT1 war ein voller Erfolg. Mit dem Vorhaben eröffneten sich weitere Fragen zu anderen Settings der Logopädie, zum Ausbau des Kompetenzerwerbs und zur Verstetigung der Ergebnisse“, sagte Anika Thurmann. „Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit und freuen uns auf weitere Projekte mit dem Forschungspartner. Ein großer Dank geht auch an die Logopädinnen des St. Josef-Hospitals für ihren Einsatz in der Studie.“



Bildunterschrift: Studienteam der Hochschule für Gesundheit, Logopädinnen des St. Josef-Hospitals Bochum, Prof. Dr. Kerstin Bilda, Prof. Dr. Lars Tönges, Patientenvertreter der Studie, IT Support Alexander Fels, Transferpartner Christopher Schmidt von Medecon Ruhr

Ergotherapie fördert die Handlungsfähigkeit

In der Ergotherapie behandeln und fördern wir Erwachsene, deren Mobilität, Handlungsfähigkeit und Selbstständigkeit durch eine Erkrankung oder traumatische Erfahrung eingeschränkt sind.

Als Fachkräfte der Ergotherapie verfügen wir über ein breites medizinisches Fachwissen, zusammen mit unserem persönlichen Einfühlungsvermögen und Erfahrungsschatz sind wir in der Lage, Erwachsenen bei der Bewältigung Ihrer körperlichen und neuronalen Probleme hilfreich zur Seite zu stehen.

Die Behandlungsansätze der Ergotherapie für Erwachsene sind wie folgt. Individuelles Selbstständigkeitstraining und Anpassung an die veränderte Lebenssituation. Anleitung und Einüben täglicher Abläufe wie Essen, Trinken, Körperpflege, Bekleidung, Fortbewegung und Kommunikation zur Förderung der größtmöglichen Selbstständigkeit. Verbesserung und Erhalt der motorisch-funktionellen Fähigkeiten. Unterstützung des Heilungsprozesses in der Handtherapie und Narbentherapie. Förderung der Mobilität und Geschicklichkeit. Beratung und Anleitung der Angehörigen bei der Alltagsbewältigung und der Pflege. Integration der Angehörigen in den Therapieablauf. Ganzheitliche Betrachtung der Krankheit, Behinderung, seelischer Befindlichkeit und sozialer Situation. Sturzprophylaxe, Hilfsmittelanpassungen, Training mit Rollator, Rollstuhl und Gehhilfen.

Studienbereich präsentiert Forschung zur Arthrose-Versorgung

Auf dem Kongress für Arthroseforschung der „Osteoarthritis Research Society International“ (OARSI) kamen vom 18. bis 21. April 2024 Teilnehmende aus Forschung und Versorgungspraxis zusammen. Franziska Weber, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der HS Gesundheit in Kooperation mit der Universität Utrecht, präsentierte ihre Ergebnisse der Vignettenstudie „Qualität der physiotherapeutischen Versorgung von Menschen mit Hüft- und/oder Kniearthrose in Deutschland: Überprüfung der Leitlinienadhärenz mittels Fallvignetten“. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit Max Bonk, Masterstudierender der Physiotherapiewissenschaft an der HS Gesundheit unter Betreuung von Prof. Dr. Christian Grüneberg, Professor für Physiotherapie an der HS Gesundheit und in Kooperation mit Dr. Corelien Kloek der Hochschule Utrecht sowie Prof. Dr. Cindy Veenhof der Hochschule und Universität Utrecht durchgeführt.

Insgesamt wurden 335 Physiotherapeut*innen in Deutschland mittels Fallvignetten zu der Wahl von Therapiemodalitäten befragt. Diese Auswahl wurde dann mit aktuellen Leitlinien zur Versorgung von Menschen mit Hüft- und Kniearthrose abgeglichen. „Es zeigt sich, dass die meisten Physiotherapeut*innen in Deutschland die empfohlenen Therapiemodalitäten aus den Leitlinien auswählen. Allerdings werden auch immer noch einige Therapiemodalitäten ausgewählt, die laut Leitlinie nicht empfohlen werden, wie zum Beispiel Elektrotherapie“, sagt Franziska Weber. „Im Gespräch mit anderen Kongressteilnehmenden wurde deutlich, dass sich in anderen Ländern ähnliche Probleme vorfinden. Daher geht es in Zukunft auch um die Frage, wie wir veraltetes Wissen und Strukturen aus dem Praxisalltag herausfiltern können, also eine Entwicklung und Umsetzung einer De-Implementierungsstrategie“, führt Weber fort.

„Seit einigen Jahren beschäftigen wir uns mit unserer Forschungsgruppe im Studienbereich Physiotherapie an der HS Gesundheit mit der Versorgung von Patient*innen mit Arthrose. Wir haben auch auf Grundlage der Arbeiten von Frau Weber schon großartige Erfolge erzielt, neue Versorgungskonzepte entwickelt und evaluieren diese gerade in unserer SmArt-E-Studie, dessen Grundlage auf den Ergebnissen von Frau Weber beruht. Insgesamt, auch unter Einbezug der digitalen Technologien, ist noch einiges an Potential auszuschöpfen, um die personalisierte Versorgung für unsere Patient*innen zu optimieren“, führt Prof. Dr. Christian Grüneberg aus.

10.06.2024 DGA | Quelle: Hochschule für Gesundheit Bochum

TÜV Rheinland: Rückenschonendes Arbeiten

Mehr als 26 Millionen Menschen sind laut Gesundheitsatlas Deutschland des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) von Rückenleiden betroffen. Bei den 34,4 Millionen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten kam es im Jahr 2022 durch Rückenschmerzen zu 96,7 Millionen Arbeitsunfähigkeitstagen – eine hohe Belastung für die Wirtschaft, denn allein die Produktionsausfallkosten beliefen sich auf 12,4 Milliarden Euro.1 „Welche Belastungen für den Rücken ein Beruf mit sich bringt, ist sehr unterschiedlich: Im Büro ist es das lange Sitzen, in der Produktion können es beispielsweise schweres Heben, Arbeiten in unnatürlichen Körperhaltungen, Vibrationen oder wiederholt gleiche Bewegungen sein“, weiß Dr. Dana Niemann, Gesundheitsexpertin bei TÜV Rheinland.

Hilfsmittel konsequent nutzen

Die eine Empfehlung, um Rückenbeschwerden vorzubeugen, gibt es aufgrund der vielfältigen Ursachen und Belastungen nicht. Eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung trägt jedoch dazu bei, Belastungen für den Rücken zu reduzieren. Im Büro sind dazu ein ergonomischer Schreibtischstuhl und ein höhenverstellbarer Tisch, der sowohl im Stehen als auch im Sitzen genutzt werden kann, wichtig. Aber auch kleine Hilfsmittel wie Fußstützen oder Dokumentenhalter können eine entspannte Arbeitshaltung fördern und so Rückenbeschwerden vorbeugen.

In der Produktion sind Hilfsmittel noch wichtiger, denn Trage- und Hebehilfen, Hubwagen oder auch Exoskelette entlasten je nach Tätigkeit den Rücken und beugen so Beschwerden und Erkrankungen vor. Aber auch Antiermüdungsmatten können bei stehenden Arbeiten Beine und Rücken schonen. „Damit diese Hilfsmittel von den Beschäftigten gut angenommen und konsequent genutzt werden, ist eine gesundheitsorientierte Unternehmenskultur wichtig. Dabei tragen Führungskräfte die Verantwortung dafür, die erforderlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Hilfsmitteln zu schaffen und die Mitarbeitenden für die Nutzung zu sensibilisieren und zu motivieren. Zudem sollten sie eine Kultur der Zusammenarbeit fördern, die es ermöglicht, dass sich Beschäftigte bei Bedarf gegenseitig helfen. Bei der Auswahl von Hilfsmitteln können Expertinnen und Experten von TÜV Rheinland digitale Tools zur Analyse der Ergonomie einsetzen. Aber ebenso wichtig ist das Wissen der Mitarbeitenden. Sie kennen ihren Arbeitsplatz und können beurteilen, ob ein Hilfsmittel die gewünschte Entlastung bewirkt.

Nicht nur Bewegung bietet Ausgleich

In Büroberufen ist Bewegung ein guter Ausgleich zur hauptsächlich sitzenden Tätigkeit. „Beim Sport ist es wichtig, dass er Spaß macht. Daher muss jeder Mensch für sich herausfinden, welche Sportart oder Bewegungsform geeignet ist. Neben Kraft- und Ausdauertraining gehören auch Dehnübungen oder Ausgleichsübungen für belastende Körperhaltungen zu den Möglichkeiten. Wer hingegen den ganzen Tag auf den Beinen ist oder durch Stress zu Verspannungen neigt, kann beispielsweise auf bewusste Muskelentspannung setzen. Denn Regeneration ist auch für die Muskeln wichtig“, so Niemann.

Arbeitgeber haben vielfältige Möglichkeiten, ihre Mitarbeitenden beim Ausgleich beruflicher Belastungen zu unterstützen: Zuschüsse zu Fitnesskursen oder flexible Arbeitszeiten, die die Teilnahme an Gesundheitskursen ermöglichen, gehören ebenso dazu wie Gesundheitstage oder andere Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung. Gesundheitsexpertinnen und -experten von TÜV Rheinland erstellen dazu ganzheitliche Konzepte für ausgleichende körperliche Aktivitäten und deren Integration in den beruflichen sowie privaten Alltag. „Unser Ziel ist es, mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen für Unternehmen und Beschäftigte den bestmöglichen Effekt zu erzielen“, betont Niemann.

Quellen:

1. https://www.aok.de/pp/bv/pm/gesundheitsatlas-rueckenschmerz/

06.06.2024 DGA | Quelle: TÜV Rheinland AG



x


Airflow-Geräte

Pulver-Strahl-Geräte, mittels derer Verfärbungen an den sichtbaren Zahnflächen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.